TA07-8

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8. Tag: Montag, 02.07.2007
Schleis (Vinschgau) -

Strecke: 85,62 km
Höhenmeter: 1016 m
Fahrzeit: 4:36 h

Track Strecke Profil

Was für ein Tag!
(und das ist jetzt völlig anders gemeint als die gestrige Super-Trails-bei-perfektem-Wetter-Orgie!)

Beim Frühstück ist es schon leicht am Nieseln, Dirk versucht uns zu überreden, noch einen Tag in Schleis zu bleiben, aber darauf will vor allem ich mich nicht einlassen, da mich jeder Tag 3fach kostet (Phil, Dirk und meine Kosten). Also fahren wir in Regenmontur auf den Vinschgauradweg Richtung Reschensee los. Andi hat superwenig Luft im Reifen, damit der Mantel bis zum nächsten Fahrradgeschäft am Rechensee durchhält, aber Dirk hat so wenig Lust, dass er sich immer weiter zurückfallen lässt, egal wie langsam Andi auch fährt.

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An einer Steigung am Rechensee warten wir schließlich. 10 min - 20 min - kein Dirk. Irgendwann fahren wir zurück, da kommt er uns entgegen und schmeißt wütend sein Rad die Böschung runter. Es ist natürlich der GAU passiert: auf glattem Asphaltradweg ist sein Mantel so aufgeschlitzt, dass er sich mit den Mitteln, die Dirk dabei hat, nicht mehr sinnvoll reparieren lässt. Die Stimmung ist auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen, wir reparieren notdürftig den Mantel und rollen langsam weiter nach Reschen, während der Regen immer stärker wird.
In Reschen kauft Andi sich einen neuen Hinterradmantel. Wegen des immer stärker werdenden Regens und der extrem bescheidenen Motivationslage beschließen wir, dass Andi und ich Richtung St. Anton fahren das Auto holen währen Heinz mit Phil und Dirk in einem Café auf unsere Rückkehr warten sollen.

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So nass bin ich in meinem Leben noch nicht gewesen (auch beim Surfen nicht)! Über die Norbertshöhe (der Finstermünsterpass ist für Radfahrer - aus gutem Grund, wie wir später im Auto sehen werden - gesperrt) müssen wir noch mal 150 Hm rauf, dann schnelle Abfahrt ins Inntal, auf Straße und Radweg bei zunemhnedem regen innabwärts bis Landeck. Dort sind wir triefnass, fangen an zu frieren und müssen fast eine Stunde auf den Bus nach St. Anton warten. Zum Glück können alle Räder transportiert werden, die am Bussteig stehen. Ich habe keinerlei trockene Klamotten mehr, da der Rucksack diesem Regen auch nicht standgehalten hat und mit voll aufgedrehter Heizung fahren wir das Inntal wieder hoch und nach Reschen. Dort wartet Heinz mit dem absoluten Espresso-Flash schon auf uns, welche Wahl die bessere war (im Regen radfahren oder sich in einem Café den ganzen Tag von Radio Tirol bedudeln lassen) werden wir wohl nicht mehr rausbekommen.

Heimfahrt nach Saulgau, Pizza, duschen, wieder warm und trocken werden, schlafen.

Es war eine erlebnisreiche und tolle Tour!

 

(Fahrtrichtung: von Süden nach Norden)

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