TA07-4

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4. Tag: Donnerstag, 28.06.2007
Schleis (Vinschgau) - Rif. La Bocchetta (Lago di Cancano)

Strecke: 47,50 km
Höhenmeter: 2040 m
Fahrzeit: 5:10 h

Track Strecke Profil

Das Frühstücksbuffet kann mit dem Abendessen mithalten: verschieden Käse der Region, Schinken, hausgemachte Marmeladen, Obstsalat usw. mit Vinschgauer Brot.

Nach Fahrradpflege starten wir um 9:30, 5 min am Bach runter auf 960 m, dann Radweg nach St. Maria.

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Dirk hat gar keine Lust, aber wir müssen heute auf deutlich über 2500 m! Einer bleibt immer bei ihm, irgendwie geht es so.
Vor St. Maria sehe ich einen Bucher-Trecker, im Ort kaufen wir ein: Plätzchen, Brot, Wurst und Käse, Bananen und Rivella.

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Nun folgen 1200 m Asphalt und Schotter auf den Umbrailpass. Der Pass ist sehr gut fahrbar, die Jungs motivieren sich gegenseitig. Alle 200 Hm machen wir eine Pause, auf 2000 m geben Dirk und Phil ihre Rucksäcke einemMaterialwagen einer großen Münchener Rennradgruppe und ohne Rucksack flitzt Phil auf die Passhöhe.

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Um 13:30 sind wir alle oben und machen Mittagspause, ...

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... ziehen uns wärmer an und fahren über die alte Militärstraße, die überwiegend zu einem tollen überwiegend ausgesetzten Trail verfallen ist bis auf 2768 m auf die Bocchetta di Forcola.

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Die verfallenen Schützengräben und Reste der italienischen Geschützstellungen aus dem ersten Weltkrieg sind in dieser Landschaft ein bedrückender Kontrast.

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Mit Ortlerblick genießen wir die Höhe und das wieder bessere Wetter: die dunkeln Wolken, die mich dazu gebracht hatte, bei der Mittagspause sehr auf die Weiterfahrt zu drängen, haben sich ohne Regen verzogen. Nach der Pause fahren wir ein kurzes Stück steil bergab, dann schieben wir durch ein grobes Schotterfeld. Philipp ist sauer, weil er sich nicht hinreichend über die Wegwahl informiert fühlt.

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Die avisierte Trail-Abfahrt ist zunächst keine, sondern ein traumhaft schöner Schotter- und Wiesenweg, der sich mit geringem Gefälle über die Hochebene schlängelt. Heinz: „Die schönste Abfahrt!“

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Hinter der Malga Pendenolo stehen wir plötzlich fast senkrecht über dem Valle Forcola. Der Weg ist kaum zu erkennen, extrem ausgesetzt führt er in Serpentinen als Schottertrail bergab.

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Auch hier handelt es sich um eine Militärstraße aus der Zeit des ersten Weltkriegs, die dementsprechend ein recht konstantes Gefälle von ca. 8% hat, allerdings völlig verfallen ist, da in dem Steinhang immer wieder Schotterlawinen abrutschen. Zum Entsetzen meines Sohnes fahre ich fast alles.

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Dirk hat nochmals das Vorderrad platt: Mantelriss! Wir reparieren mit von innen aufgeklebtem Flicken, hoffentlich hält das…

Unten am Bach fahren wir auf Schotter schnell zu dem Stauseen, das erste Rifugio hat noch zu, über die Staumauer und die letzten Höhenmeter fahren wir zum Rifugio La Bocchetta und nehmen vor dem Duschen erstmal alle ein Weizenbier. Es gibt ein leckeres italienisches Abendessen (Schinken mit Parmesan, Nudeln mit roter Soße, gegrillte Steaks, Eis), dazu Bier und Wein und alle sind mit dem Tag versöhnt.

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